Warum die Herkunft für einen guten Kaffee so wichtig ist

Von der Plantage in die Tasse – warum die Herkunft für einen guten Kaffee so wichtig ist

Kaffee gilt als das Lieblingsgetränk der Deutschen, noch vor Mineralwasser, Milch und sogar vor Bier. Dabei ist das Angebot an Kaffeesorten im Handel enorm, von bekannten Markenkaffees aus dem Supermarkt bis zu kleinen Röstereien in Familienhand, von konventionellem Anbau bis zu Fairtrade- und Biobohnen. Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Während große Ketten lange den Markt dominierten, wird dieser heute von kleinen Produzenten aufgemischt. Qualitativ hochwertige Nahrungsmittel entsprechen dem Zeitgeist und stehen hoch im Kurs. Mehr und mehr Menschen wählen natives Olivenöl extra, kaltgepresst natürlich, kaufen Bio-Waldblütenhonig aus der Region und studieren aufmerksam die Inhaltsangaben auf den Verpackungen. Dieser Trend macht auch vor Kaffee nicht halt.

Die Kaffeeherkunft als Qualitätsmerkmal

Wie aber lässt sich guter Kaffee erkennen? Absolut ausschlaggebend für die Qualität: die Herkunft des Kaffees. Damit ist in erster Linie nicht das Herkunftsland gemeint. Es gibt schließlich viele verschiedene Länder und Regionen, die erstklassige Bohnen hervorbringen. Vielmehr geht es darum, zu wissen, woher genau der Kaffee in Deiner Tasse kommt. Handelt es sich um eine willkürliche Mischung billiger Sorten, die an der Börse zusammengekauft wurden? Oder stammt das flüssige Gold von einer idyllischen Farm, auf der jede Bohne handgepflückt und mit viel Sorgfalt weiterverarbeitet wurde? Diesen Unterschied schmeckt man. Im Zusammenhang mit der Kaffeeherkunft ist es wichtig, die Begriffe Microlot und Nanolot zu beleuchten. Schon mal davon gehört?

Microlot – klein und fein

„Lot“ ist die Bezeichnung für ein altes Schöpfmaß, bzw. ein Gefäß, mit dem man das Volumen von Kaffee abmessen kann. Microlot bedeutet „kleines Lot“. Dies ist sehr passend, denn bei Microlots handelt es sich um Bohnen aus kleinen Kaffeeplantagen mit nur wenigen Hektar, die gewöhnlich von einer Familie oder eine Kooperation bewirtschaftet werden. Im Gegensatz zu den großen, industriellen Plantagen haben die Farmer dort eine enge Bindung zu ihrem Kaffee und widmen sich dem Anbau mit viel Liebe und Hingabe.
Qualität statt Quantität! In den kleinen Farmen im Bergland liegt die Existenzgrundlage der Bauern. Da sie keine großen Mengen produzieren, setzen sie auf Qualität. Häufig befinden sich die Plantagen im Hochland, wo die Kirschen unter einzigartigen mikroklimatischen Bedingungen wachsen. Die Kaffeefarmer kennen die Wachstums- und Witterungsbedingungen genau und können dadurch sehr hochwertigen Kaffee erzielen. So etwa unser Flatberry Kaffee #8, der auf der Farm Kawo Kamina in Westäthiopien auf einer Höhe von rund 2000 Metern wächst. Bei Microlot-Kaffee wird nicht nur darauf geachtet, dass er von einer einzigen Farm („single farm“) kommt, sondern oft handelt es sich sogar nur um ein bestimmtes Pflanzgebiet innerhalb einer Farm. Die Ernte ist dementsprechend gering und umfasst lediglich wenige hundert Kilogramm pro Jahr.

Nanolot – noch kleiner, noch feiner

Der Name lässt es schon vermuten: Nanolots sind noch kleiner als Microlots. Von den Herkunftsbedingungen ähneln sie diesen sehr, wobei der erzielte Ertrag noch geringer ist. Gewöhnlich umfassen Nanolots weniger als zehn 60-Kilo-Säcke. Eine echte Rarität also und etwas für richtige Feinschmecker. Hellhörig geworden? Probier doch mal unseren Baru Black Mountain Geisha aus Panama. Nur 5 Säcke dieser fruchtig schmeckenden Bohnen waren erhältlich – wir konnten zwei davon ergattern.

Und wo liegt nun der Vorteil im Vergleich zum industriellen Anbau?

Ist Kaffee besser, nur weil er auf einer kleinen Fläche angebaut wurde? So einfach ist der Zusammenhang natürlich nicht. Doch es gibt einige Gründe, die diesen Trend hin zu Microlot und Nanolot erklären.

Rückverfolgbarkeit und Transparenz: Woher kommt der Kaffee in meiner Tasse? Schmeckt das geliebte Heißgetränk nicht gleich viel besser, wenn Du weißt, wo die Kaffeekirschen einst wuchsen? Wenn Du beim Trinken ein genaues Bild einer kleinen Farm inmitten tiefgrüner Berglandschaften im Sinn hast? Achte beim Kauf auf die Verpackungsangaben bezüglich der Kaffeeherkunft So erfährst Du mehr über Deinen Kaffee, lernst, ob er fair und nachhaltig produziert wurde, und erhältst eine Vorstellung vom Leben der Kaffeefarmer.

Hohe Qualität: Wie bereits erwähnt, sind Microlot Kaffees und Nanolot Kaffees in der Regel Premiumkaffees. Anstatt riesige Plantagenfelder zu bewirtschaften, werden kleine Flächen und dazu passende Bohnen sorgsam ausgewählt. Das jeweilige Mikroklima, die Bodenbedingungen und die Anbauweise haben einen enormen Einfluss auf die Qualität des Kaffees. Langfristig ist es zudem bei kleinen Lots einfacher, hochwertigen Kaffee auszumachen und immer weiter zu verbessern.

Ein unverwechselbarer Geschmack: Bei Kaffee aus Industrieproduktion werden oft verschiedenste Bohnen aus unterschiedlichen Farmen, Regionen oder gar Ländern zusammengemischt. Nicht so bei Microlot Kaffee und Nanolot Kaffee. Aufgrund der kleinen Anbaufläche, der präzisen Analyse im Vorfeld und der hingebungsvollen Farmarbeit entstehen Kaffeesorten, die sich durch einen einzigartigen Geschmack auszeichnen und ein ganz anderes Genusserlebnis bieten als Massenware.

Witterungs- und Bodenbedingungen, Anbauweise und Bohnensorte – die Herkunft von Kaffee spielt eine bedeutende Rolle, wenn es um die Qualität des flüssigen Goldes geht. Bewusst einkaufen und bewusst genießen – bei Microlot- und Nanolot-Kaffees weißt Du genau, welche Reise die Bohnen hinter sich haben. Wählst Du zudem noch fair gehandelte Sorten, unterstützt Du mit Deinem Kauf gezielt die Kaffeefarmer und ihre Familien.

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