Nachhaltiger Genuss – was macht einen hochwertigen Bio Kaffee aus?

Von Bananen über Blütenhonig bis zu Babybrei – Bio boomt. Fast jedes Lebensmittel ist mittlerweile als Öko-Variante erhältlich. So natürlich auch der Deutschen liebstes Heißgetränk: der Kaffee. Immer mehr Menschen legen Wert auf eine gesunde Ernährung sowie einen nachhaltigen Lebensstil und kaufen dementsprechend bewusster ein. Doch was bedeutet „biologischer Anbau“ eigentlich genau? Welche Voraussetzungen muss ein Kaffee mitbringen, dass er sich „Bio“ nennen darf und wie läuft beim Kaffee die Bio Zertifizierung ab? 

Welche Bio Zertifizierungen für Kaffee gibt es?

Durch ein Bio-Siegel ist für Verbraucher sichtbar, dass ein Produkt aus ökologischer Erzeugung stammt. Heutzutage gibt es zahlreiche verschiedene Gütesiegel in diesem Bereich. Das bekannteste ist das EU-Bio-Siegel. Gemäß der EG-Öko-Verordnung müssen unter anderem folgende Kriterien erfüllt sein, damit sich Kaffee mit diesem Siegel rühmen darf:

  • Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und mineralischen Dünger
  • Kein Einsatz von Gentechnik
  • Schutz von Boden, Luft und Wasser

Daneben gibt es weitere Bio-Siegel mit deutlich strengeren Auflagen. Hierzu zählen beispielsweise Bioland, Demeter und Naturland. 

Warum ist hochwertiger Bio Kaffee besser als konventionell angebauter?

Biologischer Kaffeeanbau soll möglichst nachhaltig und umweltschonend sein. Gegenüber dem konventionellen Anbau bietet er zahlreiche Vorteile für Mensch und Umwelt.

1. Hochwertiger Bio Kaffee wird in Mischkultur angebaut

Während konventioneller Kaffee häufig in reinen Monokulturen produziert wird, wächst Bio Kaffee in Mischkulturen, als zusammen mit anderen Pflanzen wie etwa Bananenstauden, Kakaobäumen oder Kokospalmen. Einige unserer Kaffees sind sogar richtige Waldkaffees, wo die Kaffeesträucher zwischen den Bäumen gepflanzt werden. Darunter befinden sich sogar naturgeschützte Bäume.

Außerdem entwickelt sich so auch das Aroma der Kaffeekirsche, wenn bspw. Beerensträucher, Bananenbäume oder Ananas dazwischen wachsen.

Kaffeepflanzen gedeihen dabei am besten im Schatten und profitieren darum von höheren Bäumen in ihrer Umgebung. Das Mikroklima wird durch die schattenspendenden Bäume verbessert, die Verdunstung reduziert, Wasser länger im Boden gehalten und die Erde vor Erosion geschützt. Nicht zu vergessen die deutlich höhere Biodiversität. Eine reiche Vogel- und Insektenvielfalt ist zugleich die beste Vorsorge gegen Schädlingsbefall. 

2. Die Ernte findet meist per Handarbeit statt

„Picking“ – so bezeichnet man das Pflücken der Kaffeekirschen von Hand. Beim ökologischen Anbau wird in der Regel jede einzelne reife Kirsche per Hand gepflückt. Unreife Früchte verbleiben am Strauch. Diese traditionelle Technik ist zwar sehr arbeitsintensiv, doch sie ist nicht nur umweltschonender als die industrielle Ernte, sondern resultiert auch in einer höheren Kaffee-Qualität. Der Grund: Bei der maschinellen Ernte werden alle Früchte auf einmal vom Baum geholt. Unreife und gärende Früchte mischen sich also unter die guten Kaffeekirschen. Zudem müssen für den Maschineneinsatz schattenspendende Bäume abgeholzt werden, was wiederum das Mikroklima verschlechtert und die Kaffee-Qualität mindert. 

Die Erntezeit unserer Kaffees verläuft beispielsweise in der Regel über ca. 3 Monate. 

3. Der Kaffee ist frei von Schadstoffen

Wie bereits erwähnt, dürfen beim Bio Kaffeeanbau keine chemischen Pestizide zum Einsatz kommen. Du kannst dir also sicher sein, dass Dein geliebter Kaffee frei von gesundheitsschädlichen Zusatzstoffen ist. Darüber hinaus wird durch den Verzicht auf gefährliche Pflanzenschutzmittel die natürliche Artenvielfalt erhalten und die Farmarbeiter müssen sich keinem Gesundheitsrisiko aussetzen. Für den Bio-Anbau werden gewöhnlich Sorten ausgewählt, die von Natur aus resistenter gegen Schädlinge sind. 

Allerdings wird bei Spezialitäten Kaffee in der Regel sowieso auf Pflanzenschutzmittel verzichtet, um die Qualität der Kaffeekirschen nicht zu mindern. Für kleinere Farmen rechnen sich die zusätzlichen Kosten für die BIO-Zertifzierung nicht, da diese Kosten auf die geringen Mengen Kaffee umgelegt werden müssten. Absetzen können diese Farmen den Kaffee aber trotzdem, da diese sogenannten Microlots oder Nanolots so rar sind, dass man teilweise Glück haben muss, überhaupt einen Kaffeesack zu bekommen.

Wie läuft die Zertifizierung von Bio Kaffee ab?

Die Bio Zertifizierung von Kaffee ist ein sehr aufwendiger und kostenintensiver Prozess. Zunächst einmal stellt der Kaffeeproduzent einen Antrag. Anschließend kommt ein Kontrolleur zu Besuch und überprüft alle Teile der Wertschöpfungskette. Es wird also nicht nur der ökologische Anbau auf der Kaffeefarm berücksichtigt, sondern auch darauf geachtet, dass Bio-Standards bei der Röstung, Lagerung und Verpackung eingehalten werden. Einmal jährlich finden Kontrollen statt, damit Du dir sicher sein kannst: Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin.

Wir von Flatberry legen höchsten Wert auf einen nachhaltigen Anbau unserer Kaffeesorten. Du bist auf der Suche nach einem hochwertigen Bio Kaffee? Dann probier doch mal unseren regional gerösteten Taunus-Kaffee. Ebenfalls Bio: unser Waldkaffee, der ganz besondere Aromen aus den Hochebenen Äthiopiens auf Deinen Frühstückstisch bringt. Genuss pur!

Bio Kaffee ist mit einem Gütesiegel zertifiziert, welches garantiert, dass bei der Herstellung gewisse Umweltstandards eingehalten werden. Hierzu zählen unter anderem der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel und das Verbot von Gentechnik.

Häufige Fragen rund um hochwertigen BIO Kaffee

Was ist Bio Kaffee?

Bio Kaffee ist mit einem Gütesiegel zertifiziert, welches garantiert, dass bei der Herstellung gewisse Umweltstandards eingehalten werden. Hierzu zählen unter anderem der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel und das Verbot von Gentechnik.

Was versteht man unter nachhaltigem Kaffee?

Nachhaltiger Kaffeeanbau erfolgt auf eine Weise, dass er nicht nur heutigen Kaffeebauern, sondern auch den kommenden Generationen eine angemessene Lebensgrundlage bietet. Damit dies gelingt, sollte der Kaffee möglichst umweltfreundlich angebaut werden. Diverse Gütesiegel wie das EU-Bio-Siegel oder Rainforest Alliance garantieren eine ressourcenschonende Herstellung. Gleichzeitig gibt es auch nachhaltig produzierten Kaffee ohne Zertifikat.

Ist Bio gleich Fairtrade? Nein! Dafür gibt es eigene Siegel.

Spezialitäten Kaffee ist ein anderes Konzept als Fairtrade. Fairtrade ist sehr wichtig wenn wirklich nur das Minimum an Preis, bzw. der Weltmarktpreis für Kaffee gezahlt werden soll. In diesem Fall ist der Verkaufspreis des Bauern sehr gering und der Zuschlag durch Fairtrade macht viel Sinn. Im Spezialitäten Kaffee greift dieser Ansatz nicht, da die Preise für Spezialitäten Kaffee in der Regel zwischen 3 bis 4 Mal über dem Weltmarktpreis liegen und die Farmer ausreichend kompensiert werden. Bei Fairtrade nehmen Kooperativen teil, also ein Verbund von Bauern. Auch hier ist es im Spezialitäten Kaffee anders, weil ein einzelner Bauer, der nicht Teil einer Kooperative ist, ebenso die Möglichkeit hat, von den Verkaufspreisen über dem Weltmarktpreis zu profitieren.

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